90 Process — No Warehouse Needed
90 Process knüpfen an ihre mitreißenden 'Gatecrasher'-EPs für Pushmaster Discs und 1Ø Pills Mate an – mit einer unglaublich epischen Trance-Techno-Veröffentlichung mit fünf Tracks für das Hauptlabel Lobster Theremin.Die EP 'No Warehouse Needed“ knüpft dort an, wo frühere Veröffentlichungen aufgehört haben: Sie greift eine Reihe von Hard-Dance-Motiven der 90er auf und verzerrt sie durch eine sehr für die 10er typische Produktionsästhetik, wobei die BPM auf das Maximum hochgedreht sind.Der Titeltrack „No Warehouse Needed“ ist ein dringend benötigter Hardcore-Rave-Kracher für 2018. Donnende Breaks, blitzschnelle Stabs und tobende Hoovers prallen aufeinander – untermalt von einer Struktur aus peitschenden 2-4-Snares, schweren Breaks und wuchtigen Drops. „Hate In The Pants“ ist rasender Alarmruf-Trance-Techno aus dem Amsterdamer Warehouse. Körnige YouTube-Skinheads, gepiercte Augenbrauen, überfüllte Toilettenkabinen und Mitsubishi-Pinger.„Strange Feeling“ präsentiert sich als ergreifendes Herzstück mit einem trägen Jungle-DNB-Takt, umhüllt von unheilvollen Drones, verzerrten Pads und dem Geist eines delaygetränkten Rave-Stabs, der irgendwo in den tiefsten Tiefen des Mixes vergraben ist.Auf der Rückseite ist „Knowledge Wasn’t My Plan“ ein stampfender, technischer Acid-Roller. Komplett mit peitschenartigen Snares, fetten 909-Hats und extrem heftigem Einsatz von Becken. Ein echter Körperkrämpfe-Auslöser für die späten Nachtstunden. Den Abschluss der Veröffentlichung bildet „Strictly Cut“. Als eigenständiges Epos sticht es hervor: Ein murrender und träumerischer Techno-Drum-Groove der 90er weicht einem jenseitig-euphorischen Klangteppich aus Streichern und Pads. Er regnet vom Himmel herab wie orangefarbener Regen, durchsetzt mit Einlagen aus Solo-Drum-Breaks, die zu einer lebenswichtigen rhythmischen Rettungsleine zerhackt sind; ein Moment, der in den Stein der Zeit gemeißelt ist.
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